Innovation versus Stabilität versus Usibility
Ubuntu, Fedora, Mint das Rad der Distributionen dreht sich schneller. Vieles ist neu – nicht alles gut.
Bis vor einiger Zeit konnte man auch ganz gut mit einer etwas betagten Distribution leben. Falls es eine Desktopversion war, war oft KDE oder Gnome die erste Wahl. Der Lebenszyklus der Desktop-Umgebung KDE 3.x ging von 2002 bis 2008 und der von Gnome 2.x von 2002 bis 2010. Zum Vergleich – Microsoft XP kam 2001 auf den Markt bis 2007 Windows Vista die Nachfolge antrat. Eine lange Zeit.
Aber die Evolution ist zuende und es folgte die Revolution. Neue Grafical User Interface-Konzepte erschienen. Zuerst machten dies die Netbooks mit ihren zu kleinen Auflösungen nötig. Dann kam die Smartphone und Tablett-Welle. KDE 4.x, Gnome 3.x und zuletzt Unity sind die Vorboten von GUI’s auf zukünftigen post-PC-Aera Produkten.
Wir leben in einer Zwischenzeit mit neuen Benutzerkonzepten für zukünftige Geräte auf unseren Desktops und Laptops aus der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts. Früher habe ich eigentlich nur Ubuntu eingesetzt. Aber im letzten halben Jahr habe sich einige Distributionen auf meinen Laptop ein Stelldichein gegeben und diesen auch wieder verlassen. KDE 4.x war der Anfang und am Anfang kein Produkt sondern eine Technikvorführung. Den Wechsel auf Unity mochte ich nicht mitmachen. Der Desktop wirkte so, als ob man ihn nur mit Fingern gut bedienen kann. Mein Laptop hat allerdings keinen Touchscreen. Der nächste Kandidat Gnome 3.x hat mir von der Konzeption am besten gefallen aber leider nicht von der Stabilität. Zwei Distributionen durften ihr Glück mit Gnome versuchen Ubuntu und Fedora und bei beiden gab es Probleme mit der Stabilität. Im Augenblick darf der Linux Mint sein Glück bei mir versuchen. Laut distrowatch im Augenblick die Nummer 1 bei den Distributionen. Na, dann kann ja nichts schief gehen.
Dieser der Paradigmenwechsel spiegelt sich auch in anderen Linuxbereichen wieder. Welches Filesystem wird sich nach ext2 richtig durchsetzen. Die Kandidaten btrfs oder ext4 oder … Gleiches gilt für upstart als Ersatz für System V.
Ich warte jetzt erst einmal auf mein erstes Linux Tablett. Da sind dann die neuen Techniken alle drin. Es funktioniert bestimmt besser als das neue iPad 4, das dann auch auf dem Markt sein wird und kommt bestimmt noch vor 2015 auf den Markt. So wie das Open Source Mobilfunktetelefon Openmoko, das heute komischerweise Google Nexus heisst.